3. Mannschaft: Unterschätze nie die Sharks

Am vergangenen Samstag war unsere 3. Mannschaft zu Gast in Limburg.

Für die Hausherren – auf Tabellenplatz 3, dicht am Relegationsplatz – war es ein wichtiges Spiel. Mit einem Sieg hätte man noch reelle Chancen zum Saisonende doch noch einen der begehrten Plätze zu ergattern.

Für die Sharks ging es eigentlich nur noch um Statistik… …und natürlich um Gegner ärgern! Nach oben war nicht mehr viel möglich, nach unten hatte man sich bereits einen komfortablen Abstand herausgearbeitet.

Emil begann auf Tisch 1 mit 14.1 gegen Sebastian, auf dem zweiten Tisch trafen sich im 8-Ball alte Bekannte: Michael spielte gegen Ralf. Sebastian setzte sich in einem eher unspektakulärem 14.1 durch – Michael musste seine Partie leider ebenfalls abgeben. Ralf war heute einfach abgeklärter und nutzte seine Chancen besser aus. Die letzten beiden Partien der ersten Runde bestritten im 9-Ball Hans-Jürgen gegen seinen Fast-Namensfetter und Stefan versuchte sich im 10-Ball gegen Roger. Hans-Jürgen erspielte in einem heiß umkämpften Match mit einer tollen Leistung den einzigen Zähler bis zur Halbzeit. Stefan ging dank eigenem Fehlerfestival und einem bärenstarken Roger mit 4:1 unter.

Halbzeitstand: 3:1 für Limburg.

In der Halbzeitpause bei einer gemütlichen Zigarette im Freien stellten wir dann fest: Meine Fresse sind wir doof!?? Hier geht doch noch was! Ohne Punkte fahr´n mer heut net heim!

Das 14.1 spielte nun Michael, der sich einfach gut fühlte und mit voller Selbstvertrauen auf diese Besetzung pochte. Sein Gegner war der Limburger Jürgen. Beim zweiten 8-Ball setzten die Jungs auf Emil. In dieser Disziplin einfach nur ein Tier.

Und siehe da: Michael ging an das Match extrem konzentriert heran, ganz nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“. Er spielte keine hohen Serien, aber sehr konstante Breaks, immer wieder mit fünf bis sieben Punkten. Seinem Gegner ließ er eher wenige offene Chancen. Resultat: 50:16 in der 17. Aufnahme. Auch Emil spielte nun wie Emil nun einmal spielt. Souverän wies er Roger mit 4:2 in die Schranken.

3:3 stand es nun.

Hans-Jürgen und Stefan spielten nun die entscheidenden Partien. Und es wurde ein Krimi!

Hans-Jürgen konnte leider nicht an seine starke Leistung der ersten Runde anknüpfen und musste sich Sebastian geschlagen geben, der wirklich gut gespielt hatte.

Nun lag es an Stefan noch das Unentschieden zu sichern. Er legte auch gut los. Nach dem brotlosen Anstoß von Ralf räumte Stefan den ersten Tisch komplett ab. 0:1! Wie ausgewechselt im Vergleich zum 10-Ball der ersten Runde. Und erneut wie ausgewechselt ging die Partie weiter – nichts ging mehr! Ralf hingegen nutze Stefans haarsträubende Fehler, Fouls und Offensiv-Safes eiskalt aus und holte sich einen Frame nach dem anderen. Zwischenstand 4:1.

Das hatte zur Folge, dass die übrigen Limburger Teamkollegen an der Theke bereits eifrig Aufstiegspläne schmiedeten. Naja, was eben in solchen Momenten der gemeine Sportler für Gehässigkeiten zum Besten geben kann…

Aber halt… …Bezirksliga-9-Ball ist ein Race to 5!

Stefan fing sich nun und drehte den Spieß um. Sicherer und konsequenter nutze er eine um die andere Chance. 4:4! (Die Bitte des Limburger Team-Kapitäns doch für den letzten Frame den Tisch zu wechseln, damit die Wirtin den Tisch für öffentliches Publikum frei geben kann, lehnte Stefan dankend ab) Die letzte Parte begann dann mit ein paar taktischen Safes, niemand wollte dem anderen etwas liegen lassen. Bei der 4 machte Ralf dann doch einen Fehler und Stefan… …schoss die Partie einfach aus. Kein Safe, keine Taktik, einfach weg.

Unsere Jungs haben damit erstmalig einen 3:1 Rückstand noch in etwas Zählbares verwandelt. Super Mannschaftsleistung!

An der Theke wurde es indes für einen Moment recht still, nur Michael schrie ein YES! durch den Raum.

Tja, sorry, Limburg. Hochmut…

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